Neu im Laden: Schuh, Pedal, Helm — und warum das zusammengehört

Produkt-HighlightSeptember 2026·3 Min. Lesezeit
Der Lazer Sphere Helm in Weiß und Violett mit dem passenden Shimano RC5 Rennradschuh vor der Shimano-Wand im Laden

Bei uns sind in den letzten Wochen vier Sachen eingetroffen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: ein Rennradhelm, ein Rennradschuh, ein Flatpedal und ein Trailschuh. Tatsächlich sind es zwei Paare — und beide funktionieren erst richtig, weil sie füreinander gebaut wurden.

Fürs Rennrad: Lazer Sphere und die RC5

Der Sphere ist ein Helm von Lazer, und der Name sagt hier den wenigsten etwas. Das ist schade, denn Lazer ist die älteste Helmfirma der Welt — gegründet 1919 in Belgien. Seit 2016 gehört sie zu Shimano. Deshalb stehen Helm und Schuhe bei uns im selben Regal.

Sein Kunststück heißt KinetiCore. Im Inneren sitzen Blöcke aus EPS-Schaum, die bei einem Aufprall gezielt nachgeben — Knautschzonen, wie im Auto. Sie fangen den geraden Schlag ab und auch die Drehkräfte, die bei einem Sturz auf das Gehirn wirken. Dafür braucht der Helm keinen zusätzlichen Einleger; der Schutz steckt in der Schale selbst.

Dazu ein großer Frontvent mit schwebendem Stirnband, das TurnSys-Verstellrad am Hinterkopf, ein Dock für die Brille und eine Aufnahme fürs Rücklicht. In Größe M wiegt er 270 Gramm.

Die RC5 dazu sind Shimanos Vernunftlösung im Rennradschuh: ein BOA-L6-Drehverschluss, der sich im Fahren nachjustieren lässt, und eine carbonverstärkte Zwischensohle, die flach baut. Flach heißt hier: Der Fuß sitzt näher an der Pedalachse, und was man tritt, kommt auch an. Obermaterial aus Synthetikleder und atmungsaktivem TPU-Mesh.

Für den Trail: XT Flat Pedal und der GF800

Das neue Deore XT PD-M8240 hat eine Plattform, die in beide Richtungen ausgehöhlt ist — 112 auf 109 Millimeter, und der Fuß liegt in einer Mulde statt auf einem Brett. Zehn Pins pro Seite, dazu zwei weitere Positionen weiter innen, falls jemand mehr Halt will. Der Pedalkörper ist dünner gebaut als beim Vorgänger: Das senkt die Bauhöhe und setzt seltener am Stein auf.

Was uns als Werkstatt daran gefällt: Das Pedal ist zum Wiederaufbauen gedacht. Ersatzteile gibt es einzeln, und der passende Schlüssel für die Pins liegt bei. Ein Pedal, das man nach zwei Saisons nicht wegwirft, sondern überholt.

Der GF800 ist der Schuh dazu, und hier wird es interessant. Seine Sohle heißt ULTREAD GF und trägt ein Wabenmuster. Das ist kein Design: Die Sechsecke sind auf die Pins gerechnet, und der Gummi stellt sich bewusst langsam zurück. Er gibt unter dem Pin nach und hält ihn fest, statt ihn wieder herauszudrücken. Dazu ein BOA-Verschluss mit Zuglasche über dem Vorfuß, die TORBAL-2.0-Zwischensohle, die die Ferse verdrehen lässt, ohne dass der Schuh weich wird, und ein asymmetrisch hochgezogener Knöchelkragen für die Steinschläge, die man nicht kommen sieht.

Warum wir das paarweise hinstellen

Ein Flatpedal ist nur so gut wie der Schuh darauf. Wer ein gutes Pedal unter eine Turnschuhsohle schraubt, hat das Geld zum Fenster hinausgeworfen — die Pins finden keinen Halt, und der Fuß wandert bei jedem Schlag ein Stück weiter. Umgekehrt bringt der beste Trailschuh nichts auf einer flachen Plattform ohne Pins.

Genau deshalb stehen die Sachen bei uns nebeneinander. Und deshalb lohnt es sich, beides zusammen anzuprobieren, statt online zwei Teile zu bestellen, die sich nie begegnet sind.

Vorbeikommen

Alle vier Teile liegen bei uns im Laden. Die Schuhe kann man anprobieren, und beim Pedal zeigen wir gern, wie sich der Unterschied zwischen ausgehöhlt und flach tatsächlich anfühlt. Wer unsicher ist, welche Sohle zum eigenen Fahrstil passt, fragt uns einfach — dafür sind wir da.